Wie lukrativ sind B- und C-Lagen für Anleger?

  • In ganz Deutschland erleben Großstädte nach wie vor starke Zuwächse, während ländliche Gebiete seit einigen Jahren schrumpfen.

    Der GdW Bundesverband deutsche Immobilienunternehmen e.V. berichtet in seiner aktuellen Zukunftsstudie nun, dass die Nachfrage für B- und C-Standorte wächst.


    Durch die hohen Immobilienpreise in städtischen Gebieten gewinnt der ländliche Raum vor allem für ältere Menschen und Familien an Attraktivität. Mithilfe einer starken Infrastruktur mit schnellen Anbindungen an näherliegende Städte können B- und C-Standorte zudem eine echte Alternative für Wohnungen im Herzen einer Metropolregion darstellen.


    Ein Beispiel für eine entsprechende Projektentwicklung ist die alte Zigarrenfabrik in Friesenheim, die unter der German Property Group denkmalgerecht saniert wurde. 43 Wohnungen sind hier zwischen Offenburg und Freiburg im Breisgau entstanden. Über zehn Millionen Euro wurden in den Umbau investiert. Der erste Spatenstich wurde im September 2016 gesetzt, etwa zweieinhalb Jahre später, nämlich im Frühjahr 2019, war ein Teil der Wohnungen bezugsbereit. Markante architektonische Merkmale wurden gemäß des Denkmalschutzes erhalten, so zum Beispiel die gelbe Fassade und die Fensterfronten. Nachgefragt wurden die Wohnungen in erster Linie von Selbstnutzern, die über den Kauf von Steuervorteilen profitieren.


    Zum dritten Mal legt der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. eine Zukunftsstudie vor. Die Vorgängerstudien wurden in den Jahren 2008 und 2013 veröffentlicht und würden laut Angaben des Verbands „bis heute nachgefragt“.

    Die GdW Zukunftsstudie hilft Unternehmen der Immobilienbranche Trends und Marktanforderungen frühzeitig zu erkennen und in ihr Angebot einfließen zu lassen.

  • Immobilienbesitzer können nach der jetzigen Lage davon ausgehen, dass in den deutschen Landkreisen und Städten ihre Immobilien inflationsbereinigt an Wert gewinnen werden. Die Prognosen von Experten sehen in München ein jährliches Plus von 1,81 Prozent. Für Berlin wird mit jährlich um 0,76 Prozent übrigens der langsamste Anstieg unter den deutschen Metropolen erwartet.

    Welche Immobilien-Hotspots in Deutschland sollte man im Blick behalten?

    Die aktuelle Nachfrage nach städischen Immobilien übersteigt in allen zentralen Lagen die Angebote auf dem Immobilienmarkt. Immer mehr Menschen strömen zum Arbeiten in die Städte. Selbstverständlich auch in die großen Hotspots wie, Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Stuttgart und München und deren sogenannten "Speckgürtel". Aber nicht nur die "großen" Hotspots sind interessant und bleiben im Anlegerblick. Auch die B- und C-Hotspots gewinnen dazu.


    B- und C-Immobilien-Hotspots in Deutschland, auf die man bereits 2019 achten sollte:



    Der Großraum Leipzig/Halle, der nicht nur durch die DHL-Ansiedlung, den Flughafen und Unternehmen wie Porsche oder BMW ständig wächst. Auch als Studentenstadt gewinnt der Raum Leipzig/Halle weiter an Bedeutung. Das wunderschöne Dresden gehört ebenfalls zu den wachsenden Regionen, die ganz sicher zu neuen Hotspots in Deutschland gehören. Weitere Städte und Regionen die im Anlegerblick bleiben sollten sind: Wolfsburg, Hannover, die nordfriesischen- und ostfriesischen Inseln, die Insel Rügen, Rostock und Kiel. Die Insel Rügen hatte zuletzt eine Preissteigerung von 4,3 Prozent zu verzeichnen. Wilhelmshaven hatte mit einem Plus von 8,8 Prozent die stärkste Preissteigerung in der Region, gefolgt von Emden mit einem Plus von 8,7 Prozent.


    Die Entwicklung: Vom Geheimtipp zum Hotspot: Städte im Osten von Deutschland

    Großinvestoren schauen sich bereits nach renditestarken Objekten um und kaufen ein. Außer den bereits aufgeführten Städten, wie Leipzig und Dresden, ist es die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt / Magdeburg. Dort sticht besonders das Areal des ehemaligen Elbbahnhofs am Rande der Magdeburger Innenstadt heraus. Zudem will Magdeburg in 2020 den Wettbewerb als Europas Kulturhauptstadt 2025 gewinnen. Die Hauptstadt des Freistaates Thüringen / Erfurt. Dort soll neben dem Hauptbahnhof in den nächsten Jahren auf 30 Hektar ein Quartier mit Bürokomplexen, zwei Hochhäusern, Hotels und Wohnungen entstehen. Die Bauhausstadt Dessau, die jetzt aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen könnte. Im Moment ist Dessau die "älteste" Stadt in Deutschland, die Bevölkerung hat ein Durchschnittsalter von 49,5 Jahren. Aber Dessau gewinnt hinzu, durch das Umweltbundesamt, dem Städtischen Klinikum und der Hochschule Anhalt. Gelingt die Kehrtwende, dürften sich Investoren über Renditen deutlich jenseits von 10 % freuen können. Viel ist auf den Immobilienmärkten in Ostdeutschland in Bewegung, so dass es sich für Kapitalanleger lohnt, die Entwicklung genau im Blick zu behalten.