Vor- und Nachteile von denkmalgeschützten Objekten

  • Unter Denkmalschutz stehende Immobilien versprühen ohne Frage einen gewissen historischen Charme. Aber wie steht es um die alten Fachwerkhäuser aus der Sicht eines Käufers – sind denkmalgeschützte Immobilien ein gutes Investment?


    Im Bereich der Immobilien Investments sind denkmalgeschützte Objekte ein zweischneidiges Schwert. Denn wo auf der einen Seite zahlreiche Steuererleichterungen locken, wartet auf der anderen eine höhere finanzielle Grundbelastung. Hinzukommen die diversen Regelungen, die im Bereich der Denkmalobjekte für umständlichere Instandhaltungen sorgen.


    Wann steht eine Immobilie überhaupt unter Denkmalschutz?


    Die prächtigen Reetdachhäuser oder die eleganten Villen im Jugendstil sind wahre Wohnträume. Aber ob ein Objekt unter Denkmalschutz steht oder nicht, hat nicht nur etwas mit dem Alter der Immobilie zu tun. Grundsätzlich liegt die Entscheidung darüber nämlich in der Hoheit der Bundesländer. Das jeweilige Amt für Denkmalschutz erfasst einzelne Gebäude oder gar ganze Straßenabschnitte und nimmt diese in einer Liste der Baudenkmale auf.


    Durch den Status des Denkmalschutzes sollen die besonderen Zeugnisse der Kulturgeschichte dauerhaft und unverfälscht erhalten bleiben. Damit einhergeht das zweite im „Denkmalrecht“ festgehaltene Ziel, das Stadtbild der Baukunst aus vergangenen Jahrzehnten zu erhalten.


    Einige Bundesländer bieten Bürgern die Möglichkeit, selbst Vorschläge für denkmalgeschützte Gebäude einzureichen. Beim Denkmalamt Hamburg können Bürger beispielsweise besonderer Gebäude als Denkmalschutzobjekte vorschlagen. Auf der Webseite des Denkmalamtes heißt es dazu, die Erhaltung des Objektes müsse „wegen seiner geschichtlichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Bedeutung oder zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse“ liegen.

    Denkmalpflege – Auf Käufer warten viele Vorschriften

    Wer sich auf der Suche nach lukrativen Geldanlagen für denkmalgeschützte Immobilien interessiert, der bekommt es schon bald mit den diversen Auflagen der jeweiligen Behörde für Denkmalschutz zu tun. Das Grundproblem: Kulturerhalt und moderner Wohnkomfort sind manchmal nur schwer miteinander zu vereinen.


    Problematisch wird es, grade aus der Sicht eines Investors, auch deshalb, weil Denkmalschutz Ländersache ist. Kommen für Ihr Investment also mehrere Immobilienstandorte in Frage, müssen Sie sich je nach Ort mit den lokalen Vorschriften auseinandersetzen.


    Bereits vor dem Kauf des Wunschobjektes empfiehlt es sich deshalb, schon früh Kontakt mit dem zuständigen Denkmalamt aufzunehmen. Die Behörden geben Ihnen dann nämlich Auskunft über die Auflagen, die bei der Sanierung und Instandhaltung des Objektes gelten.

  • Bei Denkmalgeschützten Immobilien wird häufig mit interessanten Steuervorteilen geworben. Als Eigentümer einer solchen Immobilie habe ich vor Beginn der Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten die Maßnahmen mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abgestimmt und eine entsprechende Genehmigung eingeholt. Der Verkäufer der Immobilie hat mich dabei ständig begleitet.


    Nach Beendigung aller Arbeiten wurde von der Denkmalschutzbehörde eine Bescheinigung ausgestellt, die der Vorlage beim Finanzamt dient. Da ich das Objekt vermiete, freue ich mich heute über die lineare Abschreibungsmöglichkeit des Kaufpreises, und der zusätzlichen Steuerersparnis für die angefallenen Sanierungskosten, dazu kommen natürlich die Mieteinnahmen. Mit dem richtigen Berater und einem ausgezeichneten Unternehmen wie dem oben genannten, das Denkmalgeschützte Immobilien im Portfolio hat, macht eine Anlage richtig Spass.