Die Mieten klettern immer höher

  • Wann ist die Mietschmerzgrenze erreicht? Seit Jahren kennen die Mieten nur eine Richtung, nach oben und immer höher. „Ich sehe noch keine Trendwende“, sagte Präsident Lukas Siebenkotten der Deutschen Presse-Agentur. Prognosen sagen für das nächste Jahr einen Anstieg von 2,5 bis 3,5 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmieten voraus. Besonders kräftig stiegen die Mieten demnach in den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf, um über 5 Prozent. „Der Mietwohnungsmarkt schreitet mit Siebenmeilenstiefeln dem Ende des Zyklus entgegen“, verkündete vor einigen Wochen der Immobilienspezialist Empirica mit Blick auf Städte wie München und Hamburg. Forderungen nach Mietdeckel oder Mietbegrenzungen werden laut. Die Politik ist gefragt, die Politiker müssen handeln, fordert der Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten.



    Der Berliner Senat hat einen Mietdeckel beschlossen


    Der sogenannte Mietendeckel soll für alle “nicht preisgebundenen Mehrfamilienhäuser” gelten – Sozialwohnungen und Neubauwohnungen sind ausgenommen. Als Dauer werden fünf Jahre ab 2020 vorgeschlagen. Währenddessen streiten Experten, ob ein Land überhaupt die Gesetzgebungskompetenz für eine solche Regelung hat – denn das ist die entscheidende Frage. Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten fordert daher für alle: „Hilfreich wäre es, wenn der Bund gesetzlich den Anstieg der Mieten über fünf Jahre auf die Inflationsrate begrenzen würde.“


    2018 wurden rund 287.000 Wohnungen gebaut. Das Ziel der große Koalition: jährlich 375.000 neuen Wohnungen zu schaffen wurde verfehlt.


    Der Zustrom besonders in den alten und neuen Immobilien-Hoptspots, wie Leipzig, Berlin, Frankfurt, Hannover und Dresden ist nach wie vor ungebrochen. In strukturschwachen Regionen stehen zeitgleich immer mehr Wohnungen leer. Die Regierung will gleiche Lebensverhältnisse für Stadt und Land schaffen. Bessere Wohnungsbauentwicklung in strukturschwachen Regionen. Die German Property Group forciert daher gezielt Bauprojekte in ländlicheren Regionen von Deutschland.


    Neue Mieter in Deutschland müssen im Schnitt 3,7 Prozent mehr Nettokaltmiete pro Quadratmeter zahlen, als im Vorjahreszeitraum. „Die Dynamik bei den Mieten hat nur minimal nachgelassen“, sagte Gewos-Geschäftsführerin Carolin Wandzik. Von einer Trendwende könne bislang keine Rede sein. Ausgewertet hatte Gewos Inserate auf dem Portal Immobilienscout24 zu Standardwohnungen mit 3 Zimmern in mittlerer Lage und Ausstattung. Das Baualter lag bei 30 Jahren.