Denkmalschutz - Staatliche Förderprogramme

  • Staatliche Förderprogramme für Denkmalgeschützte Immobilien

    Denkmalschutz spielt in Deutschland eine große Rolle. Für viele Baudenkmäler ist Deutschland weltweit bekannt, die Altstädte deutscher Städte wie Dresden, München oder Leipzig locken jährlich mehrere Millionen Touristen. Auch zum Wohnen sind Altbauten sehr gefragt. Hohe Decken, Stuck, sanierte Dielenböden sowie Türen und Fenster in historischer Anmutung verleihen den Denkmälern auch heute noch einen besonderen Charakter.



    Der deutsche Staat legt besonderen Wert auf den Erhalt der Denkmäler. Für den Kauf und die Sanierung von Gebäuden, die dem Denkmalschutz unterliegen, gibt es spezielle Förderprogramme und Steuererleichterungen. Laut §§ 7i und 7h des Einkommensteuergesetztes (EstG) heißt es zum Denkmalschutz, dass im ersten Jahr der Fertigstellung und in den darauffolgenden sieben Jahren eine Abschreibung der Sanierungs- und Modernisierungskosten von jeweils neun Prozent möglich ist. In den folgenden vier Jahren können noch einmal bis zu sieben Prozent pro Jahr an Denkmalschutzabschreibung vorgenommen werden.


    Zusätzlich bietet die Abschreibung für Abnutzung (AfA) die Möglichkeit, Anschaffungs- und Herstellungskosten steuerlich geltend zu machen. Diese erlaubt eine Abschreibung des Gebäudewertes (Kaufpreis abzüglich des Grundstückswertes) in Höhe von zwei Prozent über einen Zeitraum von 50 Jahren, wenn das Gebäude nach 1925 errichtet wurde. Bei Gebäuden, die vor 1925 errichtet wurden, ist sogar eine jährliche Abschreibung in Höhe von 2,5 Prozent über 40 Jahre zulässig.